Liebe Kolleginnen und Kollegen,
als aktives Mitglied engagiere ich mich seit Jahren in unterschiedlichen Gremien der Architektenkammer – im Schlichtungsausschuss, im Berufsordnungsausschuss sowie im Beirat der lokalen Kammergruppe. Diese Arbeit hat mir viele Einblicke gegeben: in die Herausforderungen unseres Berufsalltags, in Konflikte zwischen Anspruch und Realität und in die Erwartungen, die Kolleginnen und Kollegen an ihre Kammer richten.
Der Austausch erweitert den Blick über die Kammerarbeit hinaus: auf die Rolle des Berufsstandes in Gesellschaft, Baukultur und Politik sowie auf die Verantwortung von Architektinnen und Architekten für die Qualität unserer gebauten Umwelt.
Ich kandidiere für die Landesvertreterversammlung, weil ich überzeugt bin, dass fachliche Erfahrung, berufspolitisches Engagement und der Blick auf das Ganze zusammengehören.
Im Schlichtungsausschuss zeigt sich immer wieder, unter welchem wirtschaftlichen und organisatorischen Druck viele Büros arbeiten. Im Berufsordnungsausschuss wird deutlich, wie wichtig klare Regeln, Fairness und ein verlässliches berufliches Selbstverständnis sind. Und in der Arbeit vor Ort erlebt man unmittelbar, welche Themen Kolleginnen und Kollegen tatsächlich beschäftigen — oft jenseits der großen berufspolitischen Debatten.
Gleichzeitig brauchen wir eine starke berufsständische Vertretung, die nicht nur verwaltet, sondern Haltung zeigt:
• für Qualität im Planen und Bauen,
• für faire Rahmenbedingungen,
• für den Erhalt unabhängiger Planungskompetenz,
• und für eine Baukultur, die gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt.
Mir ist wichtig, dass die Kammer die Realität der Büropraxis ebenso ernst nimmt wie die langfristige Entwicklung unseres Berufsstandes. Dazu gehört für mich auch, jüngere Kolleginnen und Kollegen stärker einzubinden und mit meiner Erfahrung den Dialog zwischen Praxis, Ehrenamt und Berufspolitik zu stärken.
Ich sehe die Vertreterversammlung nicht als weiteres repräsentatives Amt, sondern als Arbeitsgremium. Dort braucht es Menschen, die unterschiedliche Perspektiven kennen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Ich möchte dazu beitragen, die Verbindung zwischen regionaler Arbeit, fachlichem Austausch und Landesebene zu stärken — sachlich, unabhängig und mit einem klaren Verständnis für die Verantwortung unseres Berufs gegenüber Gesellschaft und gebauter Umwelt.
Über Ihr Vertrauen und die Unterstützung freue ich mich.
Vorstellung