Marie Grützner

Landesdelegierte/r
Stuttgart-Süd
Architektur
Architekt:in
Jahrgang
1991

Vorstellung

Baukultur geht uns alle an. Sie prägt uns Menschen und unsere Räume. Welche Werte und Erzählungen geben wir den nächsten Generationen mit? Für mich bedeutet Baukultur vor allem Verantwortung – insbesondere im Umgang mit unserer gebauten Umwelt.
Bestandserhalt und kreative Umnutzungen statt Abriss und Neubau: Reparatur, Wiederverwendung und Weiterbauen tragen zum Werterhalt von Räumen, Bausubstanz, Tradition und Handwerk bei. Reparatur kann dabei selbst zur Identität eines Ortes werden – weg von einer Abfallgesellschaft hin zu zirkulärem Denken. Deswegen ist ressourcenschonendes, kreislauffähiges Planen und Bauen, aber ebenso ein suffizienter Umgang mit Flächen und die nachhaltige Aktivierung von Leerständen so relevant. Aus meiner Sicht sollte dies eine zentralere Rolle in Politik, Verwaltung und Planungspraxis einnehmen. Außerdem möchte ich mich in der Kammerarbeit für die Stärkung eines lokal verankerten, interdisziplinären Bau-Ökosystem einsetzen, das für die Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Bauens entscheidend ist.

Baukultur prägt unmittelbar unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität. Dazu gehören Fragen wie die Gestaltung langlebiger und vielfältiger Quartiersentwicklung und des bezahlbaren und qualitätsvollen Wohnens. Die soziale Verteilung von Wohnraum, das kritische Hinterfragen von bisher gesetzten Standards, gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnformen und darüber hinaus Klimaanpassung gehören untrennbar dazu.

Als Architektin in einem Planungsbüro und Referentin in der Geschäftsstelle des Strategiedialoges „Bezahlbares Wohnen und innovatives Bauen“ BW habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit Bauen im Bestand, der Instandsetzung denkmalgeschützter Bausubstanz und der Kreislaufwirtschaft beschäftigt. Als Landesvertreterin möchte ich diese Themen und alle weiteren genannten in die Kammerarbeit einbringen und diese aktiv mitgestalten.