Dipl.-Ing. (FH) Anja Chwastek

Landesdelegierte/r
Göppingen
Landschaftsarchitektur
Landschaftsarchitekt:in
Jahrgang
1977

Vorstellung

Als Landschaftsarchitektin bin ich von der Relevanz unseres Berufsstandes in unserer Gesellschaft überzeugt. Genauso überzeugt bin ich davon, dass wir die Zukunft dieses Berufsstandes aktiv mitgestalten müssen, anstatt sie nur zu verwalten.

In den vergangenen vier Jahren habe ich mich bereits als Landesvertreterin einbringen können. Daran möchte ich gerne in der kommenden Legislatur anknüpfen.

Ein kurzer Blick zurück: Mein beruflicher Werdegang ist vielfältig. Nach einem Auslandsaufenthalt nach dem Studium startete ich recht „klassisch“ in einem Architekturbüro, wechselte dann in den VW-Konzern, um in der Autostadt in Wolfsburg einzigartige Projekte zu realisieren. Nach knapp zehn Jahren verschlug es mich nach Süddeutschland. Der Wechsel zur Architektenkammer Baden-Württemberg eröffnete eine komplett andere berufliche Perspektive. Nach zusätzlichen Erfahrungen in einem Architekturbüro bin ich inzwischen selbstständig.

Warum ich kandidiere:
Tagtäglich arbeite ich eng mit Büroinhaberinnen und Büroinhabern bzw. mit Geschäftsführenden zusammen. Mein Fokus liegt darauf, sie dabei zu unterstützen, ihre Unternehmen und Büros zukunftssicher aufzustellen: durch Klarheit in der Strategie und Kommunikation, gesunde Führung und eine authentische Positionierung.
Ich sehe in meiner täglichen Praxis den unschätzbaren Mehrwert, den ein von Werten geprägtes Auftreten, gelebte Vielfalt und Wachsamkeit für die Anforderungen des Marktes mit sich bringen. Sie sind kein Trend, sondern das Fundament für wirtschaftliche und gestalterische Stabilität.

Ich bin selbstständige Unternehmerin. Ich bin Frau und auch Familienmensch. Ich weiß aus eigener Erfahrung sehr genau, dass die Vereinbarkeit von Familie, Business und ehrenamtlichem Engagement oft alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.
Doch das ist weit mehr als ein reines „Frauenthema“. Es ist eine grundsätzliche gesellschaftliche Frage: Was wäre unser Berufsstand, was wäre unsere gesamte Gesellschaft ohne all jene Menschen, die neben ihrem eigentlichen Beruf immense Verantwortung übernehmen? Sei es im Ehrenamt, in der Familie oder an anderer Stelle.

Wir brauchen ein echtes Sowohl-als-auch statt eines starren Nebeneinanders von Strukturen und Fachdisziplinen. Weg vom linearen Denken, hin zu Kreativität und Flexibilität – nach innen und nach außen gedacht.

Unser Berufsstand steht vor Aufgaben, die wir mit den Rezepten der Vergangenheit nicht mehr lösen können. Unsere Disziplinen dürfen nicht isoliert agieren. Wir brauchen eine offene, zukunftsorientierte Planungskultur, die Agilität erlaubt, ohne den Fokus zu verlieren.

Albert Einstein sagte einmal: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Veränderung kommt nicht von außen. Sie kommt von denen, die bereit sind anzupacken und den Mut haben, sich auch unbequemen Situationen zu stellen. Auch im Ehrenamt.

Genau für dieses Aufbrechen von nicht mehr funktionierenden Strukturen, für eine diversere, agile Kammer und für die wirtschaftliche Resilienz unserer Büros mit sicheren, attraktiven Arbeitsplätzen möchte ich mich in der Landesvertreterversammlung einsetzen.

Anja Chwastek, Landschaftsarchitektin, agentur komm:ma