Johanna Juriša

Landesdelegierte/r
Esslingen II
Architektur
Freie:r Architekt:in
Jahrgang
1986

Vorstellung

Ich kandidiere für die Landesvertreter:innenwahl der Architektenkammer, da ich die Zukunft unseres Berufs aktiv mitgestalten möchte – verantwortungsvoll, nachhaltig und praxisnah.
Als freie Architektin und Energieberaterin, im eigenen Büro, kenne ich die Herausforderungen unseres Berufsalltags. Unsere Arbeit ist geprägt von der Verantwortung gegenüber Bauherrschaft, Gesellschaft und Umwelt.
Besonders am Herzen liegen mir ressourcenschonende und nachhaltige Planungsansätze, regionales Bauen sowie die Erschaffung oder Erhaltung zukunftsfähiger Lebensräume. Auch außerhalb der Ballungszentren sind qualitätsvolle Architektur und sensible städtebauliche Entwicklungen gefragt, welche regionale Identität stärken und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels gerecht werden.

Dabei liegen meine Schwerpunkte auf der Reaktivierung leerstehender Gebäude sowie der Stärkung von Gewerbe und Einzelhandel in kleineren Gemeinden. Lebendige Ortskerne, kurze Wege und eine funktionierende soziale Infrastruktur machen Dörfer attraktiv und zukunftsfähig. Nachhaltige Entwicklung bedeutet für mich deshalb nicht nur Neubau, sondern vor allem die intelligente Weiterentwicklung und Nutzung des Bestands.
Ebenso wichtig sind mir die Vermittlung von baukulturellem Wissen und die Stärkung des Bewusstseins für die Bedeutung guter Architektur – gerade im ländlichen Raum. Baukultur prägt unseren Alltag und unsere Lebensqualität. Der verantwortungsvolle Umgang mit bestehenden Ressourcen ist für mich dabei eine Grundvoraussetzung. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Architektur und Planung stärker als gesellschaftliche Aufgabe verstanden und öffentlich vermittelt werden.

Darüber hinaus setze ich mich dafür ein, bessere Arbeitsbedingungen für Architekt:innen mit familiärer Verantwortung zu schaffen. Wenn Care-Arbeit selbstverständlich von allen getragen wird, entstehen nicht nur gerechtere Arbeitsstrukturen, sondern auch vielfältigere Perspektiven in der Planung. Flexible Arbeitsmodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie können so langfristig zu einer sozialeren und lebensnahen Planungsleistung beitragen.

Die Forderungen von Architects for Future nach einer konsequent klimabewussten Baukultur, einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und einer stärkeren Ausrichtung des Bauwesens an den planetaren Grenzen unterstütze ich ausdrücklich. Ich möchte dazu beitragen, dass diese Themen innerhalb der Kammer stärker vertreten und aktiv vorangebracht werden.
Ich freue mich, wenn Sie an der Wahl teilnehmen und mir Ihre Stimme geben, damit wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten können.